Fugenkratzer – kommt in jede Ritze

Rillenfix mit Stiel 440x440 - Fugenkratzer - kommt in jede RitzeDas Gartenjahr ist wunderbar " die Blumen blühen. Die Nutzpflanzen beginnen zu wachsen, sodass man sich bereits auf die Ernte freuen kann. Nur leider sind es nicht nur die schönen Pflanzen, die sich bei der warmen Witterung auf den Weg machen und bis ins Unermessliche wachsen wollen. Auch das so genannte Unkraut macht sich breit. Moose, zum Teil auch Pilze breiten sich an den möglichsten und unmöglichsten Stellen des Gartens breit. Sehr unangenehm ist, wenn sie zwischen den Pflastersteinen zu wuchern beginnen. Dagegen muss unbedingt etwas unternommen werden.

Auf jeden Fall " ohne Chemie


Machen wir uns nichts vor: Wir alle lieben den Anblick des freien Plattenweges, der Fliesen, die ihre ganze Pracht zeigen. Nur leider nimmt das Unkraut dabei überhaupt keine Rücksicht. Es heißt übrigens Unkraut, weil es unerwünscht ist, nicht etwa, weil es nicht als Heilkraut, Würzkraut oder gar als Wildgemüse verspeist werden könnte. Nein, dies ist kein Aufruf zum Ernten. Aber man sollte dennoch auf Chemie und den Brenner zur Vernichtung des Unkrautes verzichten. Schließlich werden auch die Platten / Fliesen von diesen beiden Beseitigungsmethoden in irgendeiner Form angegriffen. Sicherlich versprechen die Hersteller der chemischen Unkrautvernichtungsmittel, dass dem nicht so sei. Aber dennoch sollte sich unnötige Chemie im Garten vermeiden lassen. Was viele Gartenbesitzer noch gar nicht realisiert haben, ist die Tatsache, dass in Deutschland per Gesetzgebung der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf Gehwegen und Garagenzufahrten nicht mehr zulässig ist. Der Grund dafür war schnell gefunden: Kann das Wasser, das mit Pflanzenschutzmitteln kontaminiert ist, durch den Boden versickern und sich auf dem Weg ins Grundwasser durch das Erdreich wenigstens ein wenig reinigen lassen, ist der Einsatz immer noch bedenklich. Leider aber handelt es sich bei den meisten Garangenzufahrten und privaten Gehwegen um ein System, das in sich abgeschlossen ist. Dadurch versickert das Regenwasser nicht, sondern wird aufgefangen und gelangt in die Kanalisation, wo es sich mit anderen Abwassern vermischt.  Dadurch wird es umso schwieriger, sie heraus zu filter oder natürlich abzubauen. Aus diesem Grunde sind die chemischen Herbizide nur noch im landwirtschaftlichen Bereich erlaubt. Und selbst dort gibt es strenge Auflagen, die oftmals so hoch sind, dass die Landwirte auf ihren Einsatz vollkommen verzichten. Es geht aber auch ganz einfach auf anderem Wege. Nämlich mit dem guten, alten Fugenkratzer.

Die verschiedenen Modelle


Natürlich scheuen viele Gartenbesitzer davor zurück, sich auf die Knie niederzulassen und mit schmerzendem Rücken eine Fuge nach der anderen zu bearbeiten. Aber selbstverständlich besteht diese Option auch heute noch. Fugenkratzer, Fugenbürste sowie ein Schrubber-Besen sind notwendig, um die Platten der Wege in vollem Glanz mit Muskelkraft erstrahlen zu lassen. Bevor wir uns aber schon einmal einen Termin beim Chiropraktiker einholen, sollten wir uns darüber freuen, dass es heute Modelle mit einem Teleskopstiel gibt. Dieser kann bequem auf die passende Länge eingestellt werden. Der lange Stiel hat keinerlei Auswirkungen auf das positive Ergebnis, das ein Fugenkratzer auf das Unkraut haben soll.

  • Der Hakenkratzer: Der ursprünglichste aller Fugenkratzer besitzt immer noch die altbewährte Hakenform. Es ist stets darauf zu achten, der er gut geschärft ist. Deshalb gehört er auch nicht in die Hände von Kindern. Möchte man sie helfen lassen, ist stete Obacht geboten. Mit diesem Kratzer sticht man direkt in die Zwischenräume der Platten / Fliesen / Steine. Wird diese Arbeit regelmäßig durchgeführt, ist es den Unkräutern nicht möglich, dickere Wurzeln zu entwickeln, die sich nur mit Schwierigkeiten herauslösen lassen. Das lose Unkraut wird später mit dem Besen zusammengefegt und in der Biotonne bzw. dem Kompost entsorgt. Der Hakenkratzer hat exakt die Breite der Fugenzwischenräume, sodass ihm kein einziges Kraut entgehen kann. Wer sich für den Hakenkratzer entscheidet, sollte darauf achten, dass er sich für einen Hersteller mit bester Qualität entscheidet. Der Kratzer sollte beidseitig geschliffen, rostfrei und am besten gehärtet sein. Sowohl Edelstahlkratzer als auch Stahlmesser kommen hierfür in Frage.

  • Die Fugenbürste: Hierbei handelt es sich um eine stabile Stahlbürste, mit der die Fugen im wahrsten Sinne des Wortes gebürstet werden. Auch sie können per Teleskopstiel zum Einsatz kommen. Insbesondere Platten- / Steinmuster mit kleinen Fugen sollten mit der Fugenbürste angegangen werden. Damit auch jedes Zipfelchen erwischt wird, laufen die Borsten spitz zu. So füllen sie den gesamten Fugenraum aus.

  • Schmiedekunst: Einige Anbieter widmen sich der traditionellen Schmiedekunst. Sie bieten Fugenkrater der besonderen Art an. Sicherlich sind sie in einer höheren Preisklasse zu finden. Dafür aber halten sie wortwörtlich ein Leben lang, eine gute Pflege vorausgesetzt. Natürlich wird man es auch bei der Arbeit direkt bemerken, dass die gute, alte Schmiedekunst nicht umsonst über die Jahrhunderte überliefert und verbessert wurde. Sowohl der Kraftaufwand als auch das Ergebnis überzeugen.


Nun stellt sich natürlich die Fragen, wann der Fugenkratzer und wann die Fugenbürste zum Einsatz kommen wird. Die Fugenbürste wird für unerwünschtes Kraut eingesetzt, das entweder nur oberflächlich auf der Fuge sitzt, wie etwa Algen und Moose. Der Fugenkratzer hingegen kommt zum Einsatz, wenn es sich um Unkräuter handelt, die viel Wurzelwerk haben können. Es kann nicht schaden, beide Geräte zur Hand zu haben, um den unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden.

Gibt es noch weitere Optionen gegen das Unkraut zwischen den Platten?


Wie bereits erwähnt, greifen viele Gartenbesitzer immer noch gerne zum Abflammgerät, das mit einer Gaskartusche betrieben wird. Bei empfindlichen Platten / Fliesen ist dies natürlich nicht denkbar.

Eine weitere Option ist der Hochdruckreiniger. Er reinigt nicht nur die Fugen, sondern lässt auch die Steine an sich wieder erstrahlen, da er nicht nur Schmutz, sondern auch Algen und Mosse verlässlich entfernt. Diese Variante bringt einen gewissen Wasserverbrauch mit sich. Wer möchte, kann zudem Mittel einsetzen, die die Reinigung der Platten forcieren. Nach Möglichkeit sollten diese ökologisch abbaubar sein.

Auch ein elektrischer Fugenreiniger ist erhältlich. Ob dieser tatsächlich sinnvoll ist, sein dahin gestellt. Er leistet ebenso so eine gute Arbeit wie der manuell betriebene. Allerdings ist er bei weitem nicht so stabil und verbraucht natürlich Strom.

Fazit


Es gibt diverse Optionen, um seine Gehwege und Garagenzufahrten von Unkraut, Algen und Moosen zu befreien. Grundsätzlich sollte im Blickfeld liegen, dass eine chemische Reinigung immer zu Lasten der Natur geht. Daher sollte auf diese Mittel weitestgehend verzichtet werden. Ob nun ein manueller oder elektrisch betriebener Fugenkratzer verwendet wird, eine Fugenbürste das ihre tut oder mittels geschmiedeter Geräte an die Fugen gegangen wird, ist unwichtig. Es ist das Ergebnis, das zählt. Man kann auch unterschiedliche Optionen miteinander komibinieren, um das bestmögliche Ergebnis erzielen.